Archiv 2007/2008

Bericht über die 35. Mitgliederversammlung

Bericht über Mitgliederversammlung und Festveranstaltung der GdF vom 05.11.2007
Am 05.11.2007 fand im Mittleren Foyer des Badischen Staatstheaters die diesjährige Mitgliederversammlung der GdF statt. Es war die 35. Versammlung seit Gründung der GdF im Jahre 1972. Den Bericht des Vorsitzenden finden Sie im Anhang.
Nach dem Bericht des Schatzmeisters und Verlesung des Kassenprüfberichtes wurde der Vorstand auf Antrag von Herrn Prof.Draheim von den zahlreich anwesenden Mitgliedern entlastet.
Der stellvertretende Vorsitzende Herr Prof. Behr erläuterte die überarbeitete und modernisierte Satzung der GdF. Diese wurde einstimmig angenommen. Es gab keine Stimmenthaltungen. Die eine abgegebene Gegenstimme stammte von einem Gast, der nicht der GdF angehört !!
Da kein Diskussionsbedarf bestand, wurde die Versammlung kurz vor 19.00 vom Vorsitzenden geschlossen, und die Mitglieder und Gäste zum großen Programm aller Sparten des Hauses ins Schauspielhaus gebeten.
Im Anschluss trafen sich etwa 220 Freundinnen und Freunde, sowie Gäste, im festlich vorbereiteten Foyer bei Speis und Trank und anregender Unterhaltung unter den Klängen der SWINGHOUSE ALL STARS.
Die Theaterreise nach Dresden im März 2008 ist bereits ausgebucht. Es besteht eine Warteliste.

Bericht des Vorstandes zur Mitgliederversammlung vom 05.11.07

Liebe Theaterfreundinnen und Freunde, verehrte Gäste!
Ich heiße Sie zur 35. Mitgliederversammlung der GdF auf das Herzlichste willkommen. Am 19.6.1972 trafen sich im Schauspielhaus am Festplatz erstmals Freunde des Theaters zur ersten Mitgliederversammlung.
Unter der Überschrift HUNDERT MITGLIEDER SIND SCHON DA stand in den BNN vom15.6.72 als ungewöhnliches Ereignis, dass schon vor der eigentlichen Gründung der GdF 100 Mitglieder eingetragen waren. Bei der Versammlung wenige Tage später waren es dann 250 Mitglieder. Das beweist, wie positiv vor 35 Jahren die Gründung des Freundeskreises aufgenommen wurde.
Bevor ich zum Rückblick auf das vergangene Jahr komme, möchte ich unsere Ehrengäste besonders begrüßen: den Hausherrn und Generalintendanten Herrn Achim Thorwald, unseren Verwaltungsdirektor, der erstmals bei uns ist, Herrn Michael Obermeier, den Kulturreferenten der Stadt Karlsruhe, Herrn Dr. Michael Heck, die Vorsitzenden der Händelgesellschaft und des Richard Wagner Verbandes, die Herren Dr. Overbeck und Prof. Schneider, den Ehrenvorsitzenden Verwaltungsdirektor a.D. Wolfgang Sieber und den Gründungsvorsitzenden der GdF Herrn Prof. Draheim.
Im zurückliegenden Jahr hatten die Mitglieder der GdF wieder ausreichend Gelegenheit, einen oder mehrere Blicke hinter die Kulissen zu werfen: 10 Probenbesuche der Oper, 10 Probenbesuche des Schauspiels, 4 Ballettproben, Ballettsoirée, sechs Konzertproben - und zwar Sinfoniekonzert und Kammerkonzert einschl. Nachtklänge in der INSEL - , Einführung in den neuen Spielplan, 5 Gesprächsrunden im Café der Insel mit Künstlern des Hauses; die Möglichkeit, 20 Einführungsveranstaltungen AM SONNTAG VOR DER PREMIERE zu besuchen. Ermäßigungen gab es auf Vorstellungen in beiden Häusern.
Der Vorstand der GdF traf sich 4 mal zu Arbeitssitzungen und zwar im Februar, Mai, Juli , Oktober.
Hinsichtlich der neu geschaffenen Firmenmitgliedschaften können wir 7 Firmenzusagen vermelden. Es ist geplant, den Beitrag zu staffeln, um auch kleinere Unternehmen des Mittelstandes zu erreichen. Die Firmen bekommen Mitgliedausweise für interessierte Mitarbeiter.
Wir möchten die Präsenz in der Öffentlichkeit verbessern und werden uns dabei um professionelle Beratung und Unterstützung bemühen.
Auf dem Theaterfest waren wir wieder, an nunmehr gewohnter Stelle am Eingang zum Opernhaus, präsent. Der gesamte Vorstand und meine Tochter haben tatkräftig geholfen, alle Fragen zu klären und die GdF vorzustellen. 22 Mitglieder sind an diesem Tag beigetreten. Auch später war die Wirkung des Festes noch zu spüren.
Zum Thema JUNGE MUSENGÄULE:
An die jungen Menschen heranzukommen ist nicht leicht. Ich habe 3 Karlsruher Gymnasien besucht und bei deren Leitern die GDF und ihre Jugendorganisation vorgestellt. Ebenso eine große Realschule besucht. Alle waren angetan von der Idee. Die Resonanz NULL.
Aber es gibt auch Lichtblicke: die erste Theater Live AG der Ettlinger Wilhelm-Lorenz-Realschule war ein guter Erfolg. Im letzten Schuljahr haben 12 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Jetzt mussten wir bei 22 Teilnehmern schließen. Die Jugendarbeit geschieht in enger und sehr fruchtbarer Kooperation mit Frau Vöge von der Theaterpädagogik. Ich möchte an dieser Stelle ihr dafür herzlich danken. Unser Dank gilt auch dem Initiator der AG dem Lehrer Herrn Döge. Unsere Grundidee ist, die jungen Menschen durch eine Mitgliedschaft in der GdF( Schülertarif 10.- im Jahr) anhaltend für das Theater zu begeistern.
Die Förderung der Theaterarbeit bestand und besteht weiter in der Übernahme der physiotherapeutischen Betreuung der Compagnie, dem Stimmtraining der Schauspieler, Unterstützung der Kinder und Jugendtheatertage , Blumenschmuck für Kammerkonzerte, Premièrenblumen und Sinfoniekonzertblumen uam..
Die umfangreiche Autobiografie des längjährigen Ballettdirektors Germinal Casado erscheint auch Dank der Unterstützung der GdF in deutscher Sprache und wird bei einer GdF-Veranstaltung vorgestellt.
Ein Blick in die Zukunft: Wir wollen eine frühere Tradition wieder aufnehmen und in Zusammenarbeit mit dem Haus Liederabende mit Künstlern des Hauses gestalten. Die Vorbereitungen laufen, eventuell haben wir schon im März einen Liederabend im Schauspielhaus. Geplant ist ein Blick in die Arbeit des Opernstudios sowie themenbezogene Proben (z.B. Technik).
Immer wieder werden wir von Mitgliedern darauf angesprochen, die Theaterfahrten der GdF wieder aufzunehmen. Ich habe mit dem Chef eines bekannten Karlsruher Reiseunternehmen Verhandlungen geführt. Mit zunächst folgendem Ergebnis: die GdF veranstaltet Theaterreisen unterschiedlichen Umfanges, die Organisation und Durchführung obliegt der Firma Hirsch-Reisen. Wir können alle Wünsche äußern. Die Firma Hirsch macht es möglich.
Ich kann Ihnen heute bereits den ersten Termin nennen: vom 10.-13.3.08 nach Dresden mit einem sehr ansprechenden Programm: als Highlights Semperoper DON GIOVANNI und am nächsten Abend ein Orgelkonzert in der Frauenkirche. Dies zu einem sehr guten Preis. Informationen erhalten Sie bei Frau Eva Daboul, die ich Ihnen damit vorstelle. Frau Daboul ist noch nicht lange Mitglied der GdF. Sie ist bereit uns bei der Organisation der Reisen zu helfen. Max 50 Plätze stehen zur Verfügung.
Wer Interesse hat, sollte dies vielleicht heute schon kundtun, ohne sich festlegen zu müssen.
>Zum Schluss möchte ich Ihnen mitteilen, dass Frau Moisei-Haas, die viele Jahre die Buchhaltung geführt und die Mitglieder verwaltete aus beruflichen Gründen für uns nicht mehr tätig sein kann. Dieses Amt übernimmt unser Mitglied Frau Desiree Paul. Ich danke Frau Paul, die ihre Bereitschaft spontan signalisiert hat.
Dank an Herrn Direktor Huber, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Karlsruhe, die uns sehr unterstützt, Frau Alba von der Verwaltung der Sparkasse, Herrn Brux, der das künstlerische Programm zusammengestellt hat, sowie Frau Pappermann, die das Programm der GdF wesentlich gestaltet und den Mitarbeitern der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Theaters, Frau Voggenreiter und Herr Dr. Rieker.
Ein besonderer Dank gilt den Vorstandsmitgliedern, die sehr engagiert ihre Tätigkeit für den Verein wahrnehmen. Es ist eine Freude mit diesem Vorstand zu arbeiten.
(Zum Abschluss bedankte sich der Vorstand der GdF mit einem Blumengebinde bei Frau Moisei-Haas für die 25 jährige Tätigkeit im Bereich Buchhaltung und Mitgliederverwaltung für die Gesellschaft.)
Dr. B. Krüger
Vorsitzender

Eindrücke von der Mitgliederversammlung vom 05.11.07

Bilder wurden freundlicherweise von H. Klenk zur Verfügung gestellt!

TALK IM CAFE mit Schauspieldirektor Knut Weber
Am 13.11.07 fand im Cafe der Spielstätte INSEL in der Reihe TALK IM CAFE ein Gespräch mit Herrn Schauspieldirektor Knut WEBER statt.
Er gab zunächst einen Rückblick auf sein bisheriges künstlerisches Leben .Nach seinem Studium der Theaterwissenschaften an der FU Berlin, das er 1982 mit dem Magister abschloss, war er bis 1989 Dramaturg in Tübingen, Stuttgart und Wilhelmshaven.
Außerdem war in Berlin an der Gründung des Freien Theaters "Sirius" beteiligt und dort auch Regisseur. Herr Weber hat bisher 40 Werke inszeniert.
Von 1991 bis 1995 war er Intendant am Theater Reutlingen, anschließend bis 2002 Intendant am Landestheater Tübingen. Dort hatte er sehr großen Erfolg . Die Vorstellungen waren meistens ausverkauft.
Als im Jahre 2002 am Badischen Staatstheater ein Schauspieldirektor gesucht wurde, sah er neue Möglichkeiten seine Vorstellungen von Schauspielkunst umzusetzen.
Seit der Spielzeit 2002/03 leitet Herr Weber die Geschicke unseres Staatsschauspiels mit großem Erfolg und findet weit über Karlsruhe hinaus Beachtung.
Er hat ein homogenes Ensemble aufgebaut, das auf hohem Niveau agiert.
Das Publikum stellte viele Fragen und bekam einen profunden Einblick in den Tagesablauf und das Tätigkeitsfeld unseres Schauspieldirektors.
Zum Ende des Gespräches, das der Vorsitzende der GdF Dr. Bernd Krüger leitete, rief Herr Weber den anwesenden Staatsschauspieler Kurt Müller-Graf aufs Podium und fragte wie er das heutige Theater sehe und beurteile.
Am Ende des Gesprächs bekam Herr Weber nicht das obligatorische GdF T-Shirt ( das hat er schon ), sondern die Zusage vom Vorsitzenden, dass die GdF die Kinder- und Jugendtheatertage wieder finanziell unterstützt. Herr Weber bedankte sich bei der Gesellschaft für die Unterstützung hinsichtlich Stimmbildungsmaßnahmen, die seit einiger Zeit von der GdF ermöglicht werden.
Herzlicher Applaus für Herrn Knut Weber.
Der nächste Gast ist am 4.12.07 um 20.00 an gleicher Stätte Herr Generalmusikdirektor Anthony Bramall.

Inseltalk am 15.04.08 mit den Dramaturginnen des Musiktheaters Frau Margrit Poremba und Frau Katrin Lorbeer.

TALK IM CAFE Gespräch mit dem Generalmusikdirektor Anthony Bramall am 04.12.2007 im Cafe der INSEL Moderation Katrin Lorbeer

Im voll besetzten Insel-Cafe konnten die Mitglieder der GdF und Gäste Leben und Werk unseres GMD näher kennen lernen. So war es ihm bei Amtsantritt in Karlsruhe ein besonderes Anliegen, die Kinder- und Jugendkonzerte wieder zu beleben. Desgleichen wurde und wird die zeitgenössische Musik gepflegt: Reihe NACHTKLÄNGE unter der Leitung von Kapellmeister und Studienleiter Ulrich Wagner.
Die Liebe zur Musik wurde natürlich im Elternhaus geweckt und schon mit 18 Monaten habe er vorgesungene Melodien wiederholt. Das Studium des Gesanges erfolgte an der Guildhall School of Music and Drama in London mit Abschluss. Danach Studium zum Dirigenten und Leitung des Southend Symphony Orchestra und den Westminster Chorus London. Die weiteren Stationen waren: Assistent in Pforzheim, Kapellmeister Städtische Bühnen Augsburg und Studienleiter und Assistent des GMD, 1989 1. Kapellmeister Coburg, 1993 Staatsoper Hannover, von 1995 bis 2002 GMD Krefeld/Mönchengladbach und ab Spielzeit 2002/03 GMD in Karlsruhe.
Viele Gastdirigate an großen Konzert-und Opernhäusern belegen sein breit gefächertes Repertoire. Mehrere Uraufführungen, Rundfunkaufnahmen mit dem RIAS Orchester Berlin und der Radio-Philharmonie des NDR. Verschiedene NAXOS CD-Produktionen mit der Slowakischen Philharmonie. Debüt an der Staatsoper München mit Rossinis LA CENERENTOLA.
Herr Bramall gab Einblicke in die Arbeit und den Tagesablauf eines Generalmusikdirektors. Wir erfuhren, wie eine Sinfoniekonzertreihe geplant wird und entsteht.
Die vielen Fragen aus dem Publikum wurden ausführlich beantwortet.
Nach fast zweistündigem Gespräch wurden Frau Lorbeer und Herr Bramall mit herzlichem lang anhaltendem Applaus verabschiedet.

TALK IM CAFE Gespräch mit Ballettdirektorin Birgit Keil und Vladimir Klos am 12.02.2008 im Cafe der INSEL - Moderation Dr. Bernd Krüger

In der GdF-Gesprächsreihe TALK IM CAFE waren am 12.02.08 Frau Professor Birgit Keil und Herr Professor Vladimir Klos zu Gast. Frau Keil, geboren im Sudetenland und vertrieben, konnte trotz der Nachkriegswirren schon in sehr jungen Jahren mit Ballettunterricht beginnen. Das sehr zahlreich erschiene Publikum lauschte gespannt der Erzählung vonFrau Keil über den Werdegang von den ersten Schritten bis zur Weltkarriere.
Herr Klos wurde in Prag geboren und musste nach Niederschlagung des PRAGER FRÜHLINGS das Land verlassen. Die Wege von Frau Keil und Herrn Klos kreuzten sich in Stuttgart und laufen seither parallel.
Im weiteren wurde ausführlich über Aufbau und Entwicklung der Karlsruher Compagnie gesprochen und den Zuhörern einen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Ballettleitung gegeben.
Groß ist das Engagement der beiden in der Nachwuchsförderung. Frau Keil und Herr Klos unterrichten an der Akademie des Tanzes an der Hochschule in Mannheim.
Frau Keil hat sofort nach Ende ihrer aktiven Zeit die BIRGIT-KEIL-STIFTUNG gegründet, die sich bis heute um den Nachwuchs kümmert. Für diese fruchtbare Arbeit wurde Frau Keil im Januar 2008 in Berlin von der Konrad-Adenauer-Stiftung geehrt.
Das Publikum hatte Gelegenheit, viele Fragen zu stellen und dankte mit herzlichem lang anhaltendem Applaus.

Inseltalk am 15.04.08 mit den Dramaturginnen des Musiktheaters Frau Margrit Poremba und Frau Katrin Lorbeer.

Das Gespräch führte der stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft, Prof. Behr.
Bei erfreulich gutem Besuch vertrauter Freundinnen und Freunde der Gesellschaft und nicht wenigen neuen Gesichtern gaben Frau Poremba und Frau Lorbeer einen ersten kurzen Überblick über Begriff, Geschichte und traditionelles Aufgabengebiet der Musikdramaturgie. Auf die Frage nach dem Wie und Warum ihres Wegs zur Musikdramaturgie sprachen sie von ihrer jeweiligen theaterwissenschaftlichen, kunsthistorischen, psychologischen Vorbildung, die sie über einige Umwege in diese anspruchsvolle Tätigkeit am Theater geführt habe. Nach der lebensnahen Schilderung des Alltags einer Musikdramaturgin, der Zusammenarbeit mit der Regie , dem Dirigenten und der Intendanz war selbstverständlich auch die Frage nach den mehr oder weniger geschätzten Komponisten von Interesse. Auch wenn, wie erwartet, beide Dramaturginnen sich einer eindeutigen Festlegung verweigerten, so schien zumindest an diesem Abend Frau Poremba eher der Richard Strauß-Oper zugeneigt, während Frau Lorbeer in ihrem beruflichen Aufgabenkreis als Fachfrau der Barockoper näher steht. Bekümmert nahm der Gesprächsmoderator zur Kenntnis, dass nach der Amtszeit des Intendanten auch die Tätigkeit der Musikdramaturginnen am Staatstheater endet.
Nach 90 Minuten ging der Abend mit einem emphatischen Bekenntnis der „Nornen des Musiktheaters“ zur Oper als dem unmöglichen Kunstwerk zu Ende. Langer Beifall dankte den beiden Damen für ihre lebendigen, amüsanten und klugen Bemerkungen zur Welt der Oper und der Vielfalt der von ihnen wahrzunehmenden Aufgaben in der Musikdramaturgie.

Kurzer Bericht und einige Bilder der letzten Kulturreise nach Dresden:

Wie Perlen präsentierten sich auf der ersten Reise bei dem ersten Halt in Dresden hinter dem Zwingerteich: Semperoper, Hofkirche, Schloß, Gemäldegalerie Alte Meister, Zwinger.

Die Bilder und Gedanken dazu wurden uns freundlicherweise von Reiseteilnehmer Bertram Botsch zusammen- und zur Verfügung gestellt.

11.07.08 - Verabschiedung GMD Anthony Bramall

Mit einem mitreißenden Dirigat von Puccinis MANON LESCAUT verabschiedete sich am 11. Juli 2008 Anthony Bramall von seinem Karlsruher Publikum als Generalmusikdirektor. Nach dem letzten Vorhang gab es auf der Bühne des Opernhauses eine kleine bewegende Abschiedszeremonie, um dem scheidenden GMD Danke zu sagen zu seiner Leitung und Begleitung auf einer sechsjährigen Reise durch seine faszinierende Welt des Musiktheaters. Nach einer kurzen Rede von Herrn Generalintendant Achim Thorwald überbrachte, neben anderen Gratulanten, Frau Marianne Goertz von der GdF einen – nicht ganz massiven – Goldbarren und dankte Anthony Bramall, indem sie ihn mit einem Goldschatz verglich, den die Karlsruher bei sich hatten. Nach kurzen Dankesworten von den Sprechern von Chor, Orchester und Solisten stimmte das gesamte Ensemble mit den prachtvollen Solostimmen der Hauptdarsteller des Abends Frank Sinatras „My Way“ an, um ihrem Chef „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Anthony Bramall dankte allen Anwesenden und dem Karlsruher Publikum und betonte, dass das, was geleistet wurde, in dieser Weise nur in einem Ensemble-Theater möglich ist. Die Feier endete, als jeder aus dem Ensemble noch eine Rose übergeben hatte.

Herzlich willkommen am Infostand der Gesellschaft der Freunde beim Theaterfest!!!

Die erste Premiere der neuen Spielzeit gab es bereits zum Theaterfest: Es regnete! Wem man auch begegnete, der meinte: "Das gab es noch nie!"

Doch die Besucher des Theaterfestes ließen sich vom schlechten Wetter nicht beirren und strömten wie jedes Jahr in die Baumeisterstraße. Der Infostand der Gesellschaft der Freunde stand sowieso im Trockenen am Eingang des Opernhauses. Es gab also nur Gründe für gute Laune beim Vorstand und Frau Kristin-Maria Krüger, die ihren verhinderten Vater mit viel Freude vertrat.

Fast alle kamen an unserem Stand vorbei. Während Proben, Werkstattführungen, Konzerte, Gespräche auf dem Roten Sofa, Kostümversteigerung, Autogrammstunden den Theaterbesuchern Lust auf die neue Spielzeit machten, sollten sich die Besucher unseres Standes durch unsere Präsenz einfach wohl- und bestätigt fühlen, dass unsere Gesellschaft der richtige Ort ist, sich zu engagieren und die eigene Freizeit zu gestalten. Viele Mitglieder und Passanten nutzen auch nur die Gelegenheit und informierten sich über T-Shirts, Geschenkmitgliedschaften oder auch einfach, wo man den Eingang zum Opernhaus findet. "Alte Bekannte" kamen vorbei, um einfach mal "Hallo" zu sagen. Die noch nicht so Bekannten nutzten die Gelegenheit, uns persönlich besser kennenzulernen. Besonders freute es uns natürlich, neue Freunde des Badischen Staatsheaters herzlich willkommen heißen zu können. Jedes Neu-Mitglied bekam als kleines Dankeschön eine CD "Schöne Stimmen". Schön, dass Sie bei uns sind!

Als der Spielzeitcocktail um 19 Uhr begann, waren die Mitarbeiter am Stand erschöpft. Aber es hatte riesigen Spaß gemacht, mit Ihnen zu sprechen, Ihre Fragen zu beantworten, Sie begrüßen zu dürfen, Ihre Anliegen entgegenzunehmen, und für Sie dazusein. Wir freuen uns heute schon auf das Theaterfest 2009. /dp

Bericht des Vorstandes der GdF zur Mitgliederversammlung 13. Oktober 2008

Verehrte, liebe Theaterfreundinnen und Theaterfreunde, liebe Gäste
zur 36. Mitgliederversammlung der GdF darf ich Sie alle auf das Herzlichste begrüßen. Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich den Weg ins obere Foyer gefunden haben. Dies zeigt doch Ihr Interesse an der Arbeit Ihrer Gesellschaft.
Bevor ich Ihnen Rechenschaft über das vergangene Jahr ablege, möchte ich unseren Hausherrn und Generalintendanten Achim Thorwald entschuldigen. Herr Thorwald befindet sich in schwierigen Tarifverhandlungen mit der Deutschen Orchestervereinigung.
Ich begrüße heute zum ersten mal in der GdF den GMD Mister Justin Brown. Wir, die Freunde des Badischen Staatstheaters, heißen Sie auf das Herzlichste willkommen und freuen uns auf Ihre Arbeit hier mit der Badischen Staatskapelle. Die sehr guten Kontakte des Freundeskreises mit der Badischen Staatskapelle werden weiter bestehen und noch ausgebaut.
Ich empfehle Ihnen die Lektüre des Konzertführers, der überall im Haus ausliegt und wichtige Informationen über die Badische Staatskapelle, Ihren GMD und das Konzertprogramm enthält.
Im vergangenen Jahr hatten die Mitglieder der GdF wieder viele Möglichkeiten, hinter die Kulissen zu schauen: v. a. Probenbesuche in Oper, Schauspiel, Ballett und Sinfoniekonzert. Auch bei Kammerkonzertproben und den NachtKlängen durften wir vor der Premiere schon mal zuhören. Die Kinder und Eltern konnten die Generalprobe des 1. Kinderkonzertes am 15. November 2007 besuchen. Des weiteren wurde die Einführung in den Spielplan exklusiv für die GdF angeboten. Jetzt wieder, wie früher, am Ende der Spielzeit für die kommende Spielzeit.
Darüber hinaus gab es Ermäßigungen von 20% auf viele Vorstellungen und freien Eintritt in die Einführungsveranstaltungen AM SONNTAG VOR DER PREMIERE und die Ballettsoirees.
Inzwischen mit einen festen Platz im Veranstaltungskalender erfreuen sich die TALKS IM CAFE steigender Beliebtheit: Knut Weber (11/2007), GMD Anthony Bramall (Moderation Katrin Lorbeer, 12/2007), Birgit Keil und Vladimir Klos (02/2008), und unsere Musikdramaturginnen Margrit Poremba und Katrin Lorbeer (Moderation: Prof. Behr, 04/2008) saßen auf dem roten Sofa.
Am 21. Oktober 2008 werde ich den Orchestervorstand im Insel-Café begrüßen. Sie werden viele Einblicke in die Arbeit im Orchestergraben und auf der Bühne bekommen. Im Januar wird erstmals eine bekannte und beliebte Solistin des Musiktheaters unser Gast sein.
Unsere Bemühungen, die Jugend fürs Theater zu begeistern, zeigen kleine Fortschritte:
Die Theater Live AG der Ettlinger Wilhelm-Lorenz-Realschule ist ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft mit steigenden Mitgliederzahlen geworden. Dank der engagierten Arbeit von Herrn Doege, Lehrer dieser Schule und Mitglied der GdF.
Nun zu einem kurzen Bericht aus unserer Verwaltung. Bei der letzten Versammlung haben wir mit großer Dankbarkeit Frau Moisei-Haas verabschiedet und Frau Désirée Paul ins Amt eingeführt.
Im letzen Jahr haben wir, d. h. vor allem Frau Paul, mit Unterstützung von Frau Alba (Sparkasse Karlsruhe) und Frau Goertz die Mitgliederverwaltung umstrukturiert und in eine neue Form gebracht. Das waren und sind immer noch viele Stunden Arbeit. Und ganz bestimmt einen Applaus wert.
Die Mitgliedsausweise wurden leicht verändert .Jedes Mitglied bekommt zum Ende des Jahres einen eigenen Ausweis. Dies soll vor allem Paaren den Zugang zu unseren Veranstaltungen erleichtern. An der Theaterkasse gibt es dann auch keine Probleme mehr.
Wir sammeln weiter E-Mail Adressen. Wir können viel schneller und zeitnah kommunizieren, besonders wenn es änderungen im Programm gibt, oder wir auf eine besondere Veranstaltung hinweisen.
Auch Einzugsermächtigungen erleichtern die Arbeit von Frau Paul. Es ist ein Ehrenamt!!!
Ich habe aufgezählt, was das Theater seinen Freunden bietet. Nun unsere Gegenleistungen: übernahme der physiotherapeutischen Betreuung der Compagnie; Stimmtraining für unsere Schauspieler, Blumenschmuck für die Kammerkonzerte, Premierenblumen für das Ballett, Blumen für die Solisten und die Dirigenten der Sinfoniekonzerte, Mitfinanzierung der Herausgabe der Memoiren unseres langjährigen Ballettdirektors Germinal Casado.u. a.
Neues aus unserer Kulturreiseabteilung! Die erste Reise nach langer Pause führte uns im März d. J. nach Dresden. Es waren unvergessliche Tage. Die Wiederholung findet im November statt. Es sind durch Rücktritte z. Zt. 1 EZ und ein DZ freigeworden.
Vom 27.- 31. März.2009 fahren wir 5 Tage nach Prag. Höhepunkte: NABUCCO in der Staatsoper und MISSA SOLEMNIS im Rudolfinum. Anmeldung bei Firma Hirsch
Wir erwägen, wenn ausreichendes Interesse bestünde, eine mehrtägige Fahrt zum Bachfest nach Leipzig im Juni 2009. Sie können sich unverbindlich in eine Liste eintragen.
Die Mitgliederentwicklung ist weiter sehr positiv. Wir stehen unmittelbar vor der Aufnahme des 1300. Mitglieds. Vor drei Jahren, als der neue Vorstand antrat, waren es 1081.
Was bringt das kommende Jahr: die Durchführung von Liederabenden gestaltet sich doch etwas schwieriger als zunächst angenommen. Herr Brux macht uns noch Hoffnung.
Neben dem üblichen Programm wollen wir einen Blick ins Opernstudio werfen. Geplant, und auch schon durchgeführt, sind Proben unter einem besonderen Gesichtspunkt z. B. Beleuchtung. Tontechnik; Bühnentechnik u. ä. Fortsetzung der Talk Reihe, spezielle Führungen, Eintagesfahrten zu nahegelegenen Theatern, z.B. Mainz mit denen uns eine Partnerschaft der Freundeskreise verbindet.
Ich bin am Ende meines Berichtes und danke heute ganz besonders nach Ablauf der Wahlperiode meinen Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihr engagierte Arbeit. Ich glaube, wir haben einiges bewegt.
Dank für die harmonische Zusammenarbeit mit der Theaterleitung und allen Mitarbeitern des Hauses.

Bericht über die 36. Mitgliederversammlung
Am 13. Oktober 2008 fand im mittleren Foyer die diesjährige Mitgliederversammlung der GdF statt. In diesem Jahr war das Interesse so groß, dass die Stühle, trotz Nachschub, nicht reichten und Mitglieder stehen mussten.
Der Vorsitzende begrüßte Mitglieder und Ehrengäste und berichtete anschließend über das abgelaufene Jahr. Den Wortlaut des Berichtes finden Sie im Anhang.
Nach Verlesung des Kassenberichtes und dem Bericht der Kassenprüfer wurde dem Vorstand auf Antrag von Herrn Verwaltungsdirektor i. R. Wolfgang Sieber Entlastung erteilt.
Wegen fehlender Wortmeldungen fand keine Aussprache statt.
Im Anschluss wurde der Vorstand einstimmig mit jeweils einer Enthaltung wieder gewählt. Auch die Kassenprüfer Herr Nagel und Herr Kramer wurden einstimmig gewählt. Herr Kramer konnte wegen eines Auslandsaufenthaltes nicht anwesend sein.
Die in einem Paragraph auf Verlangen des Finanzamtes zu ändernde Satzung wurde ebenfalls einstimmig von der Versammlung verabschiedet.
Zum Abschluss schlug der Vorstand der Versammlung vor, Herrn Prof. Frithjof Haas zum Ehrenmitglied der Gesellschaft zu wählen. Zuvor hielt der stellvertretende Vorsitzende Herr Prof. Hans-Joachim Behr die Laudatio. Die Rede finden Sie im Anhang. Herr Prof. Haas wurde einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.
Im Rahmen unserer Daueraktion MITGLIEDER WERBEN MITGLIEDER hat sich Frau Susanne Botsch besondere Verdienste erworben. Sie wurde vom Vorsitzenden mit einem Blumenstrauß geehrt.
Nach etwa 45 Minuten wurde die Versammlung geschlossen und es gab Gelegenheit, sich nochmals zu stärken. Um 20.00 Uhr begann dann im Schauspielhaus das Programm der Künstler des Hauses:
Das Programm im einzelnen:
Quintett Badische Staatskapelle (Moderation Joachim Fleck)
George Onslow 1.Satz aus dem Streichquintett in C-Moll
Programm der Sparte Schauspiel (Moderation Schauspieldirektor Knut Weber)
1 Streich aus Max und Moritz von W.Busch mit Teresa Trauth und Jörg Seyer
3 Lieder aus “Wann wenn nicht jetzt” mit Heiner Kondschak, Anna-Magdalena Beetz, Teresa Trauth , Gunnar Schmidt und Thomas Schrimm.
Frauenmonolog aus “Spiel vom Fragen" mit Sebastian Kreutz und Timo Tank.
Programm der Sparte Oper (Moderation Thomas Brux)
Arie “Adieu, notre petite table” aus MANON v. J. Massenet mit Özgecan Gencer
“Ah! Mes amis” aus FILLE DE REGIMENTS v. G. Donizetti mit Mehmet Utku Kuzuluk
Duett aus ASK-I MEMNU (türkische Oper) mit Özgecan Gencer und Mehmet Utku Kuzuluk
Szene Erda/Wanderer aus SIEGFRIED v. R. Wagner mit Evelyn Hauck und Stefan Stoll
Arie der Fürstin von Bouillon aus ADRIANA LECOUVREUR v. Cilea mit Anna Maria Dur
Am Flügel: Wolfgang Wiechert
Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Mitwirkenden mit einem Weinpräsent, besonders bei Thomas Brux, der das Programm zusammengestellt hatte.
Mit herzlichem Beifall endet der schöne Abend.

TALK IM CAFE - Orchestervorstand der Badischen Staatskapelle

Am 21.Oktober 2008 fand im Café der Spielstätte DIE INSEL das erste Gespräch der neuen Spielzeit statt. Zu Gast auf dem ROTEN SOFA war der komplette Vorstand der Badischen Staatskapelle: Kammermusiker Joachim Fleck, Solo-Kontrabassist; Kammermusiker Rainer Engelhardt, Pauke/ Schlagzeug; Kammermusiker Peter Heckle, stellvertretender. Solotrompeter und Dirk Ellerkamp, stellvertretender Soloposaunist.
Nachdem der Moderator Dr. Bernd Krüger die Teilnehmer begrüßt und vorgestellt hatte, erklärte Herr Fleck Orchesterstrukturen, Besetzungen, Positionen und andere Begriffe. Das Publikum erfuhr, nach welchen Kriterien ein Orchester eingestuft wird. Die einzelnen Musiker gaben einen Einblick in ihren persönlichen Werdegang und das Berufsbild eines Orchestermusikers. Fünf bis sechs Jahre Studium gehen gewöhnlich dem ersten Engagement voraus. Vorspiel und Auswahlverfahren wurden ausgiebig geschildert, das Publikum nahm mit Fragen regen Anteil.
Weitere Themenkreise waren Dienstzeiten, Tagesablauf, Vertretungen und das Aushelfen bei anderen Orchestern. Sehr interessant war zu erfahren, dass ein Orchestermusiker in dieser Position nicht nur Proben, Aufführungen und Konzerte hat, sondern auch täglich zu Hause oder in den Probenräumen des Theaters übt. Auch geht jedem Einsatz eine je nach Instrument kürzere oder längere Einspielphase voraus.
Eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum entfachte die sog. Kleiderordnung der Orchestermitglieder.
Zum Abschluss kam das Verhältnis Orchester - Dirigent zur Sprache. Da habe sich in den letzten Jahren doch einiges geändert. Es besteht überwiegend ein partnerschaftliches Verhältnis. Die Zeit der "Pultdiktatoren" sei vorbei.
Nachdem alle Fragen des Publikums beantwortet waren und die Zeit fortgeschritten, bedankte sich der Moderator bei den Vorständen für den hochinteressanten Einblick in den Aufbau und die Arbeit unserer Staatskapelle. Unter dem herzlichen Beifall der anwesenden Theaterfreunde überreichte Dr. Krüger Weinpräsente.

Dresden, eine gesamtdeutsche Kulturreise
"Ohne Fahrprobleme und mit ordentlichem Wetter bevorzugt war Dresden ein kulturhistorischer Genuß. Der Reiseführer war ein sächsisches Gewächs, das uns mit viel Sachkenntnis, Humor und epischer Breite die ganze Palette Dresdens näher brachte einschließlich aller Fürstenhäuser Sachsens bis in alle Verzweigungen.
Neben den bekannten architektonischen Denkmälern ist natürlich die Frauenkirche ein strahlendes Beispiel des historischen Wiederaufbaus, der die Tränen über die Zerstörung Dresdens als alte Stadt nicht ersticken kann. Der schwere Kontrast der hässlichen Blöcke der DDR sind erst recht ein Schandfleck, der nur schwer zu ertragen ist.
Gerade die herbstlichen Farben haben das Umland mit Bastei, Meißen, Albrechtsburg, Schloss Hohenstein und die Elbschlösser und den Park von Pillnitz in einem zauberhaften Licht gezeigt. Für die wunderbaren Kostbarkeiten der Porzellan-Manufaktur in Meißen hatten wir zwar zu wenig Kleingeld dabei, aber die Kunst und ihre Herstellung war beeindruckend.
Höhepunkte waren das Konzert in der Semperoper mit der "Unvollendeten" Symphonie von Schubert und der 5. Symphonie von Mahler, die durch Präzision und Akustik beeindruckten. Ein Fest der Augen und Ohren war das Orgelkonzert in der Frauenkirche.
Insgesamt war diese Reise durch Hirsch hervorragend organisiert zu einem sehr guten Preis. Wir haben  alle Sinne anfüllen können mit schönen Erinnerungen."
Die vorliegende Reisebeschreibung und die Fotos wurden uns freundlicherweise von Reiseteilnehmer Herrn Dr. Gerhard Rummel zur Verfügung gestellt.