Mitgliederrundschreiben III/2014
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Mitgliederrundschreiben II/2014
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Mitgliederrundschreiben I/2014
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Archiv 2014

Mitgliederversammlung 2014
In Anwesenheit zahlreicher Mitglieder – die beim anschließenden Unterhaltungsteil das Kleine Haus fast zur Gänze füllten – fand am 10. November die diesjährige Mitgliederversammlung der Freunde des Badischen Staatstheaters statt. Neben der nahezu geschlossen anwesenden Theaterleitung gaben u.a. auch Kulturbürgermeister Wolfram Jäger und der ehemalige Intendant Achim Thorwald dem Abend die Ehre.
Im Mittelpunkt der harmonisch verlaufenden Veranstaltung stand die Neuwahl des Vorstandes. Mit Ausnahme von Schriftführerin Marianne Goertz stellten sich alle Vorstandsmitglieder wieder zur Wahl. Diese wurden – bei nur wenigen Enthaltungen – einstimmig wiedergewählt. Als neue Schriftführerin rückte Ute Bühler in den Vorstand nach. Nachdem der Geschäftsbericht, der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüfer verlesen waren, erfolgte die von Achim Thorwald beantragte Entlastung des Vorstands einstimmig. Besonders herzlichen Beifall gab es für Bruna Andrade, die zwei Tage vorher mit dem "Faust", dem deutschen Theater-Oscar, als beste 'Darstellerin Tanz' ausgezeichnet wurde und die sich kurz von der parallel laufenden Ballett-Probe zu "Der Widerspenstigen Zähmung" weggeschlichen hatte.
Wie gewohnt bedankte sich das Staatstheater für die geleistete Unterstützung mit einem bunten Unterhaltungsprogramm. Erstmals mischten dabei die Sparten ihre Beiträge, was viel zum Abwechslungsreichtum des Abends beitrug. Das Junge Staatstheater spielte eine Szene aus Erich Kästners "Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee" und Martin Nitschmann (Klarinette), Annelie Groth (Violine) sowie Jeannette La-Deur (Klavier) vertraten die Staatskapelle mit zwei Ausschnitten aus ihrem beliebten Tango-Programm. Die Oper repräsentierten neben Barbara Dobrzanska, die mit der Arie "Si, mi chiamamo Mimi" aus "La Bohème” nicht unbedingt eine Herausforderung zu bestehen hatte, die von der GdF geförderten Opernstudio-Stipendiaten Serkan Sevīnç und Mehmet Altiparmak. Ersterer wagte sich an Fiescos Arie "Il lacerato spirito" aus Verdis "Simon Boccanegra", letzterer gab mit der Arie des Grafen "Hai gia vinta la causa" aus "Die Hochzeit des Figaro" eine Talentprobe ab.
Das Schauspiel brachte sich mit vier Beiträgen ins Programm ein. Jonathan Bruckmeier und Andre Wagner rezitierten eindrucksvoll Gedichte aus Hermann Hesses "Glasperlenspiel", bei einem Ausschnitt aus "Die Uhr tickt – Timpul Trece" stand neben Sophia Löffler und Jan Andreesen auch der Chor der Banater Schwaben auf der Bühne, Thomas Halle hinterließ einen nachhaltigen Eindruck als Edward Snowden in dem NSA-Projekt "Ich bereue nichts" und aus Schillers "Die Räuber" (Premiere am 17. Januar) gab es eine interessante Szene zu sehen, welche den neu verpflichteten Luis Quintana als Karl Moor und den vom Jungen Staatstheater 'aufgerückten' Ralf Wegner als sehr überzeugenden Spiegelberg vorstellte.
Außerdem stellten Ulrike Stöck, die Leiterin des Jungen Staatstheaters, und Petra Weßbecher, die verantwortliche Projektleiterin, in einem sehr informativen Gespräch das Konzept der "Kulturlotsen" vor.
Manfred Kraft

Die Auswertung unserer Mitgliederumfrage können Sie hier nachlesen.

 

Ehrung zum Geburtstag von Frau Professor Birgit Keil
Am 27.September 2014 fand im Grossen Haus des Staatstheaters "EIN ABEND FÜR BIRGIT KEIL" statt. Weggefährten, Vertreter aus Kultur und Politik überbrachten Glückwünsche zum 70. Geburtstag unserer Ballettdirektorin, eingebettet in ein mehrstündiges Programm verschiedener Ballettcompagnien aus Deutschland und den Niederlanden.
Die Glückwünsche für die Freundinnen und Freunde des Staatstheaters überbrachte der Vorsitzende der Gesellschaft Dr. Bernd Krüger. Das Geschenk: die Zusage der weiteren Unterstützung der Compagnie durch die Ermöglichung einer stä,ndigen physiotherapeutischen Betreuung der Tänzerrinnen und Tänzer. Dazu die Erfüllung eines besonderen Wunsches der Jubilarin für ihre Arbeit.

13. Oktober 2014: "Talk im Studio"
Beim "Talk im Studio" konnte die Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters die neue Leitung der Opernsparte als Gäste begrüßen. Operndirektor Michael Fichtenholz, sein Stellvertreter Dr. Achim Sieben und der neue leitende Dramaturg Carsten Jenß stellten sich dem interessierten Publikum und gaben bereitwillig Auskunft über ihren beruflichen und künstlerischen Hintergrund. Die Gesprächsleitung hatte Volker Kramer übernommen, der seine Moderation durch amüsante Zitate – "Auch Schlafen kann eine Form von Kritik sein. Besonders im Theater!" (George Bernard Shaw) – auflockerte und der das Glück hatte auf mitteilsame und gut aufgelegte Gäste zu treffen.
Man bekam nicht nur interessante, über die reinen Daten hinausgehende Details aus den Biographien von Michael Fichtenholz, Achim Sieben und Carsten Jenß zu hören, sondern auch bemerkenswert individuell reflektierte Aussagen über Themen der heutigen Musik- und Theaterszene. Dabei reichten die durchaus unterschiedlichen Meinungen von einem merklichen Verständnis für den ‚Unterhaltungs’-Anspruch des Publikums bis zu einer engagierten Verteidigung des Regietheaters. Fast alle Statements gingen deutlich über den sonst bei vergleichbaren Talkrunden zu hörenden Smalltalk hinaus.
Einig waren sich die drei Theatermacher in der Beurteilung der ersten Premiere der neuen Spielzeit: Hans Krásas "Verlobung im Traum" sei ein Meisterwerk. Sicher war hier auch ein wenig PR im Spiel, doch dass Achim Sieben die Oper sogar auf die sogenannte ‚einsame Insel’ mitnähme, hat schon Aussagekraft. Für Michael Fichtenholz – dessen Handschrift als neuer Leiter der Händel-Festspiele man wohl erst 2016 erkennen kann – ist es natürlich Ehrensache eine Händel-Oper mitzunehmen: Er entschied sich neben Mozarts „Cosi fan tutte” für "Ariodante". Und Carsten Jenß betonte mit Bernd Alois Zimmermanns "Die Soldaten" sein Faible für die Moderne.
Im Zusammenhang mit der französischen Oper fiel mehrmals der Name Giacomo Meyerbeer. Somit keimte die Erwartung ihm einmal auf der Bühne zu begegnen, eine Spekulation, die zwar vom Podium gleich gedämpft wurde, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Zumindest war man sich einig, dass dessen Werke zu Unrecht kaum mehr gespielt werden. Die drei "Neuen" präsentierten sich als sympathische Theatermacher mit realistischen Ideen, die den Spielplan des Hauses in den kommenden Jahren gewiss positiv prägen werden. Und auch Volker Kramer, der erstmals die Moderation übernommen hatte, hinterließ einen ruhigen, unaufgeregten Eindruck.
Manfred Kraft

TALK IM STUDIO 01.04.2014 - Die MEISTERSINGER in Karlsruhe
Auf dem Karlsruher Opernspielplan steht in jeder Spielzeit eine Neuinszenierung einer Oper von Richard Wagner. In dieser Spielzeit DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG in der Regie von Tobias Kratzer, in Karlsruhe schon bekannt durch seine beeindruckende WALLENBERG- Arbeit, eine Oper von Erkki-Sven Tüür.
Zur Einstimmung auf die zu erwartende Inszenierung luden die Theaterfreunde zu einem Gespräch mit dem Regieteam in das STUDIO des Badischen Staatstheaters ein.
Leider musste der musikalische Leiter GMD Justin Brown aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Auf dem ROTEN SOFA nahmen Tobias Kratzer und der Dramaturg der Oper Raphael Rösler Platz.
Die stellvertretende Vorsitzende und ehemalige Musikdramaturgin Katrin Lorbeer führte durch das Gespräch.
Einen breiten Raum nahm die Rezeptionsgeschichte der MEISTERSINGER ein, die ja auch Grundlage des inszenatorischen Ansatzes war, belegt mit Filmmaterial früherer Inszenierungen u.a. auch aus Bayreuth. Einzelheiten waren naturgemäß dem Regisseur auch bei charmanter Befragung nicht zu entlocken. Doch die durchweg sehr traditionellen Inszenierungen der Filmausschnitte machten dem Publikum Lust auf eine neue Regie-ästhetik, die Tobias Kratzer versprach.
Nach knapp zweistündigem Gespräch fühlten sich die zahlreich anwesenden Theaterfreundinnen und Theaterfreunde, sowie Gäste vorbereitet auf die mit Spannung erwartete Premiere am 27. April.

Fahrt der Theaterfreunde des Staatstheaters Karlsruhe in das Nationaltheater Mannheim
Am 31. Januar 2014 fuhren am späten Nachmittag 41 erwartungsvolle Theaterfreundinnen und Theaterfreunde in einem großen Reisebus in Richtung Mannheim, um dort im Nationaltheater die Oper DER IDIOT von Mieczysław Weinberg zu sehen und zu hören.
Nach durch Staus leicht verspäteter Ankunft wurden wir herzlich von Herrn Prof. Weizel (Vorsitzender der Mannheimer Theaterfreunde) und Frau Limbourg (2.Vorsitzende) im Café des Theaters begrüßt. Nach Stärkung durch Speis und Trank begann eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn die Stückeinführung durch die Dramaturgie. Der Intendant der Sparte Oper, Herr Prof. Kehr, begrüßte die Karlsruher Theaterbegeisterten.
Danach begann ein vierstündiger Opernabend von beeindruckender Intensität und Qualität. Musikalisch auf sehr hohem Niveau, mit durchweg hervorragenden Sängern des Mannheimer Ensembles. Eine große Leistung aller Beteiligten.
In der Pause wurden wir von den Mannheimer Theaterfreunden zum Sekt eingeladen.
Mit dem Bewusstsein einen ganz besonderen Opernabend erlebt zu haben verließen wir kurz nach 23:00 Uhr Mannheim.
Wir danken ganz besonders Frau Limbourg für die Organisation und die Betreuung am Abend.
Nach der Wiederaufnahme unserer PASSAGIERIN hoffen wir auf den Besuch der Mannheimer Theaterfreunde in Karlsruhe.

B.Krüger