Mitgliederrundschreiben IV/2011
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Mitgliederrundschreiben III/2011
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Mitgliederrundschreiben II/2011
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Archiv 2011

10.10.11 Talk im Studio

Mit Beginn der neuen Spielzeit ist der beliebte "Talk im Café" von der Insel, die jetzt ganz dem Kinder- und Jugendtheater gewidmet ist, als "Talk im Studio" auf die neue Studiobühne gewandert. Hier stehen zwar mehr Plätze als im Insel-Café zur Verfügung, aber die Atmosphäre ist nicht ganz so famliär und zudem ist der Raum für Gehbehinderte schwer zu erreichen.
Die Ehre die neue Talkbühne einzuweihen hatten am 10. Oktober die Spartendirektoren Joscha Schaback (Oper), Jan Linders (Schauspiel) und Axel Schlicksupp (Orchester). Der ebenfalls vertretene Chefdramaturg Dr. Bernd Feuchtner hatte gerade Zeit seine Biographie zu umreissen, dann musste er schon wieder das Podium verlassen, da er auf der gleichzeitig laufenden Probe zu "Les Troyens" erwartet wurde.
Die drei Spartenleiter repetierten ebenfalls ihren Werdegang und gaben einen Einblick in ihre Aufgaben und ihren Tagesablauf. Interessant war es, näheres über die Funktion des Orchesterdirektors zu erfahren, eine Position, welche es so bisher nicht gab und in der verschiedene vorher aufgeteilte Aufgaben zusammengefasst wurden. Man erfuhr etwas über das Entstehen eines Spielplans, über die Vor- und Nachteile eines Spielzeitmottos und über die Verteilung von Zuständigkeiten.
Natürlich wurde in der Diskussion auch das Thema der "modernen" Regie angerissen, doch außer allgemein bekannten Phrasen ("Was ist eigentlich ‚modern’?") hörte man wenig Neues. Immerhin, Joscha Schaback bekannte sich unmissverständlich zu einer Optik der Ästhetik und dazu, dass die Absichten des Regisseurs verständlich sein müssen. Der Abend vermittelte den Eindruck, dass alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen und dass man auf die folgenden Spielzeiten gespannt sein darf.
Manfred Kraft

Dr. Bernd Krüger im Gespräch mit den Gästen Talk im vollbesetzten Studio

Hr. Schaback, Hr. Krüger, Hr. Schlicksupp, Hr. Linders

22. - 24.09.11 Mitgliederreise nach Eisenach und zur Wartburg

Die letzte Reise der Theaterfreundinnen und -freunde führte vom 22. bis zum 24. September 2011 in die Wartburgstadt Eisenach. Nach individueller Anreise trafen sich die 54 Reiseteilnehmer am Abend des 22. im Steigenberger Hotel THÜRINGER HOF zum abendlichen Bankett.
Bei sehr schönem spätsommerlichen Wetter stand am nächsten Morgen eine mehrstündige Stadtführung auf dem Programm, die am Bachhaus endete. Am Nachmittag brachte uns der Shuttlebus des Hotels auf die Wartburg. Nach einer einstündigen Führung begann um 18:30 das große musikalische Ereignis: die halbszenische Aufführung von Richard Wagners TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF DER WARTBURG im Festsaal der Burg. Ein unvergessliches Erlebnis für alle Beteiligten. Gegen 23:00 Uhr wurde im Hotel den nun sehr hungrigen Opernbesuchern ein Mitternachts-Snack gereicht. Ein erlebnisreicher Tag klang in Harmonie und allseitiger Zufriedenheit aus.
Weitere Vorstellungen dieser faszinierenden Veranstaltung finden am 08.04., 30.04., 26.05., 09.09. und 30.09.2012 (jeweils 18:30 Uhr) auf der Wartburg statt.
Arrangements über "Steigenberger Hotel Thüringer Hof" / www.eisenach.steigenberger.de
B.K.

01.08.11 Nachruf Carl Robert Helg

Tief betroffen müssen wir Abschied nehmen von Carl Robert Helg, der am 23.7.11 unter tragischen, mysteriösen Umständen verstarb.
Der langjährige Chordirektor des Badischen Staatstheaters war 1997 mit Pavel Fieber nach Karlsruhe gekommen und hatte gleich mit seiner ersten Einstudierung, mit Verdis "Macbeth", ein Zeichen gesetzt. In der Folgezeit entwickelte sich der Badische Staatsopernchor zu einem Aushängeschild des Hauses und man erinnert sich gern an sensationelle Abende des Chores, z.B. in "Attila", im "Lohengrin", in "Mefistofele" oder im "Otello".
Viele kannten ihn aber auch von anderen Veranstaltungen, wie seinen Auftritten mit dem von ihm gegründeten Carl-Robert-Helg-Ensemble, von Open-Air Aufführungen in der Klosterruine Frauenalb oder von "Golf meets Klassik" auf dem Gut Scheibenhardt. Sein Wirken für das Badische Staatstheater wird immer unvergessen bleiben. Die Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters trauert mit Carl Robert Helgs Familie und mit seinen Freunden.
Manfred Kraft

Carl Robert Helg

22.07.11 Abschied Achim Thorwald

Zum feierlichen Abschied des Generalintendanten Achim Thorwald sprach auch Bernd Krüger.

Rede von Dr. Krüger zum Abschied von Achim Thorwald

Sehr geehrter Herr Staatssekretär Walter, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Fenrich, sehr geehrter Herr Generalintendant Thorwald, lieber Achim, liebe Rotraut, meine Damen und Herren,
was wäre das Leben ohne Freunde. Menschen, die einem nahestehen und einen verstehen, dieimmer ansprechbar und hilfsbereit sind und mit denen man eben nicht verwandt ist. Wie heißt es so schön: „Freunde kann man nie genug haben!“. Dies gilt für den persönlichen aber auch für den institutionellen Bereich. Ich spreche hier für die bekennenden Freunde des Staatstheaters, die dem Theater auf besondere Weise verbunden sind, indem sie es ideell und durch ihre Beiträge und Spenden auch materiell unterstützen. In Zeiten immer knapper werdender öffentlicher Ressourcen ist und wird das private Engagement immer wichtiger.
Lieber Achim, ich möchte mich bei Dir, auch im Namen der Händelgesellschaft und des Richard-Wagner-Verbandes Karlsruhe, vertreten durch ihre Vorsitzenden Dr. Overbeck und Prof. Schneider, ganz herzlich für die optimale Zusammenarbeit in den zurückliegenden neun Jahren bedanken. Diese harmonische Verbindung zwischen Dir, Deinen Mitarbeitern und dem Freundeskreis hat sich deutlich im zunehmenden Zuspruch der Theaterbesucher zur Gesellschaft der Freunde niedergeschlagen. So zählten wir, bei der Übernahme der Leitung des Hauses durch Dein Team im Spätsommer des Jahres 2002, 1002 Mitglieder. Heute, beim Abschied, hat das Badische Staatstheater 1650 eingetragene Freunde. Nun ist dies nicht nur Dein Verdienst, sondern auch der des engagierten neuen Vorstandes und seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab dem Jahr 2005.
Die dann folgende Symbiose war das Erfolgsrezept. Alle Deine Mitarbeiter hatten immer ein offenes Ohr für uns und waren in jeder Hinsicht hilfsbereit. Ich kann nicht allen über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Theaters persönlich danken. Stellvertretend möchte ich mich aber bei Deiner Assistentin Gaby Huber, der künstlerischen Betriebsdirektorin Gudrun Pappermann, dem stellvertretenden Operndirektor Thomas Brux, der Leiterin der Besucherkassen Frau Gabriele Keuerleber, der Assistentin des Verwaltungsdirektors Frau Iris Kania, dem Verwaltungsdirektor Michael Obermeier, dem technischen Direktor Harald Fasslrinner und Dr. Jörg Rieker von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ganz herzlich bedanken.
Als sich die Ära Thorwald-Weber dem Ende zuneigte, haben wir uns überlegt, womit wir Dir eine Freude machen könnten. Blumen verwelken, Wein ist irgendwann ausgetrunken. Das geschriebene Wort aber bleibt. Wir waren der Meinung, dass diese neun so erfolgreichen Spielzeiten nicht einfach im Archiv verschwinden dürfen. Ich hatte eine Idee und habe eine kompetente Runde eingeladen, um nach einer Realisierung zu suchen. Dies war vor mindestens eineinhalb Jahren.
Bei manchen Dingen dauert die Tragezeit eben etwas länger als 9 Monate. Das Kind ist vor wenigen Tagen auf die Welt gekommen und liegt in meinen Händen. Die Chronik der Ära Thorwald-Weber von 2002 bis 2011. Der Hauptanteil an dieser umfangreichen Arbeit lag in den Händen unseres Mitgliedes und Pressereferenten Manfred Kraft. Die Texte stammen von Manfred Kraft, Prof. Frithof Haas, VW i.R. W. Sieber, Dramaturg Donald Berckenhoff, dem ehem. Kulturreferent der Stadt Dr. Michael Heck und mir. Allen gilt mein ganz herzlicher Dank.
Dieses Buch ist eine alleinige Produktion der Gesellschaft, ohne jedes Sponsoring, also auchwerbefrei, und ist im Buchhandel erhältlich.
Lieber Achim, für Deinen neuen Lebensabschnitt, sicherlich nicht im Lehnstuhl, wünschen wir, die gesamte Gesellschaft der Theaterfreunde, Dir alles, alles Gute und vor allem lang anhaltende Gesundheit.
Ich möchte Dir nun das erste Exemplar der CHRONIK überreichen.

Chronik Intendanz Achim Thorwald Chronik des Badischen Staatstheaters Karlsruhe 2002 - 2011:
Intendanz Achim Thorwald

Erschienen im Braun-Verlag Karlsruhe

Zu beziehen über den Buchhandel oder direkt bei den
Theaterfreunden unter vorstand@theaterfreundekarlsruhe.de

31.05.11 Angenehmer Talk mit Achim Thorwald

Knapp zwei Monate vor dem Ende seiner Amtszeit stand Generalintendant Achim Thorwald den Theaterfreunden zu einem harmonisch und freundschaftlich verlaufenden Rück- und Ausblick zur Verfügung. Natürlich musste die Veranstaltung wegen des großen Interesses vom Insel-Café in den Theatersaal verlegt werden, wo sich der Intendant und Dr. Bernd Krüger, der Vorsitzende der GdF als Interviewer, in bequemen Sesseln gegenüber saßen. Bei einem so gut aufgelegten Gesprächspartner konnte sich Dr. Krüger aber ganz auf das Einwerfen von Stichworten beschränken, Achim Thorwald zeigte sich in angenehmer Plauderstimmung und ließ ein interessantes und erfülltes Berufsleben Revue passieren, das weit über seine Intendanzen in Esslingen, Würzburg, Münster, Wiesbaden und Karlsruhe hinaus reichte.
Dabei scheute er auch ein offenes Wort nicht, wie seine Ausführungen über Geschehnisse anderenorts bewiesen. Für Karlsruhe und das Badische Staatstheater fand er nur positive Worte, besonders hoch bewertete er die Arbeitsmoral in allen Abteilungen des Hauses. Auch die Liberalität und Aufgeschlossenheit des Publikums schätze er hoch. Er erinnerte an viele interessante Produktionen in den vergangenen neun Jahren, wobei er alle drei Sparten zu ihrem Recht kommen ließ.
Für den bevorstehenden (Un-)Ruhestand hat er über weitere Regiearbeiten hinaus schon soviel Ideen und Pläne, dass die zusammen mit seiner Frau geplanten Reisen wahrscheinlich doch wieder in mit Arbeit angefüllten Ferien enden werden. Dass er sich nicht nur bei seinen Mitarbeitern sondern auch beim Publikum viele Freunde geschaffen hat, bewies der überaus herzliche Beifall, der den interessanten Abend abschloss.
M.K.

22.05.11 70. Geburtstag von Michael Rademacher

Am 22. Mai feierte der beliebte Staatsschauspieler Michael Rademacher seinen 70. Geburtstag. Noch immer wird er im Schauspielensemble als Gast aufgeführt und mit großer Freude erinnert man sich an die „grimmigen Märchen”, denen er zusammen mit seinen älteren Kollegen Kurt Müller-Graf und Friedhelm Becker unnachahmlichen Witz und Ironie verlieh. Ebenso unvergessen ist er als Vorleser und Erzähler beim beliebten Weihnachtssingen. Und damit ist noch keine einzige seiner großen Rollen genannt, mit denen er über viele Jahre hinweg dem Karlsruher Schauspiel Profil verlieh. Von diesen seien hier nur sein Dorfrichter Adam im „Zerbrochenen Krug”, sein Harpagon im „Geizigen”, sein Zettel im „Sommernachtstraum” und vor allem die Titelrolle in Tankred Dorsts „Merlin” aufgeführt. Genannt seien aber auch die großartigen Charakterstudien, mit den er Partien wie Al Lewis in Neil Simons „Sonny Boys” oder Yvan in Yasmina Rezas „Kunst” adelte. Die Glückwünsche aller Freunde und Fans überbrachte Dr. Bernd Krüger als Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters.
M.K.

Dr. Bernd Krüger überbringt Herzlichen Glückwünsche der Freund

Michael Rademacher - Herzlichen Glückwunsch!
Bild: Manfred Kraft

18.03.11 Offener Vormittag bei der Badischen Staatskapelle

Zur Arbeitswelt des Orchesters aus der Sicht der Freunde
Im allgemeinen sieht und genießt das Publikum nur die künstlerische Leistung. Aber unter welchen Bedingungen entsteht sie? Der Orchestervorstand hatte die Freunde des Badischen Staatstheaters zu einem Blick in die Arbeitsräume geladen.
Zunächst ungläubige Verwunderung! Enger und bescheidener geht es kaum! Täglich improvisieren und sich bescheiden! Instrumente müssen in den Gängen und im Bühnenbereich statt in einem klimatisierten Raum abgestellt werden, die Musiker müssen sich vier bescheidene Stimmzimmer teilen, der Orchesterprobensaal ist – wie auch der Orchestergraben – für die große Besetzung zu klein, die Musiker müssen Ohrstöpsel tragen, Arbeitszimmer werden zweckentfremdet usw.
Die sechzig Besucher drückten ihre Bewunderung und Anerkennung für die musikalische Leistung und das Engagement der Orchestermitglieder gerade auch vor dem Hintergrund dieser Raumsituation aus und anerkannten, daß das Badische Staatstheater endlich einen Erweiterungsbau braucht. Denn die Raumnot betrifft auch die anderen Abteilungen des Theaters: Schauspiel, Ballett, Technik, Werkstätten. Man stockt bei der Beschreibung der Umstände. Bisher ist der Bereich hinter dem Vorhang in Wirklichkeit ein Provisorium. Die derzeitige Planung setzt ein Hoffnungszeichen. Noch! Alle Beteiligten müssen jetzt die Erfahrung berücksichtigen.
Bei der anschließenden Orchesterprobe im Großen Haus löste sich die bedrückte Stimmung der Teilnehmer. Offensichtlich begeistern sich auch die Orchestermitglieder immer wieder an der Darbietung der Musik und an den hervorragenden Ergebnissen ihres Hauses.
Bertram Botsch (Freunde des Badischen Staatstheaters)

Kontrabässe im Gang

"Kontrabässe im Gang"

Das Stimmzimmer voller Geigenkästen

"Stimmzimmer (voll Geigenkästen)"

Bilder: Bertram Botsch

08.02.11 TALK im CAFE mit Kostümbildnerin Ute Frühling

In der Gesprächsreihe TALK IM CAFE der Theaterfreunde war am 8. Februar die Kostümbildnerin Ute Frühling zu Gast. Mit Günter Könemann gekommen, begann vor 33 Jahren mit „BOCCACCIO“ ihre Arbeit für das Karlsruher Haus. Die Premiere der Oper „LA TRAVIATA” bildete nun den Abschluss einer langen und erfolgreichen Tätigkeit für die hiesige Oper und das Ballett.
Ihre früh entdeckte Begabung für Entwurf und Zeichnen führte sie über ein Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig ins erste Engagement nach Kaiserslautern. Günter Könemann, der Intendant des Pfalztheaters, verpflichtete sie dann auch nach Gelsenkirchen ans Musiktheater im Revier und nach Karlsruhe ans Badische Staatstheater. Später folgte sie einem Ruf Achim Thorwalds an die Städtischen Bühnen Münster und danach an das Hessische Staatstheater in Wiesbaden. Mit der Rückkehr nach Karlsruhe schloss sich schließlich der Kreis. Gastverpflichtungen hatte sie an vielen deutschen, österreichischen und schweizerischen Bühnen, z.B. an der Bayerischen Staatsoper in München.
Am Beispiel der „Traviata” berichtete Frau Frühling dem interessierten Publikum über ihre Arbeit vom Vertragsabschluss bis zur Premiere. Dabei hob Frau Frühling die immer gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Karlsruher Gewandabteilung besonders hervor.
Viele Fragen der zahlreich erschienenen Gäste wurden eingehend beantwortet. Der Moderator, Dr. Bernd Krüger, wünschte zum Schluss Frau Frühling für die Zukunft alles Gute und das Publikum dankte ihr mit herzlichem Applaus.
B.K.