Archiv 2009

TALK IM CAFE mit Kammersänger Edward Gauntt am 01.12.2009

Zum letzten Talk im Insel-Café in diesem Jahr nahm am 1. Dezember Edward Gauntt auf der roten Couch Platz. So charmant und natürlich wie man ihn auch von der Bühne kennt, beantwortete er die Fragen von Dr. Bernd Krüger und erzählte von seiner Jugend in einer kleinen Baptistengemeinde im ländlichen Texas und von seiner Zeit als Stipendiat in Wien. Breiten Raum nahm natürlich seine inzwischen fast fünfundzwanzigjährige Zugehörigkeit zum Badischen Staatstheater ein. In einer sehr hübsch aufgemachten Multimediapräsentation ließ man sein breites Rollenspektrum von seinem Karlsruher Debüt 1985 mit dem Chevalier Astolfi in Wolf-Ferraris „Il Campiello” bis zu seiner jüngsten Rolle, dem Don Fernando in „Fidelio”, Revue passieren. Er machte keinen Hehl daraus, dass er gerne wieder den Beckmesser in den „Meistersingern” und den Prof. Higgins in „My Fair Lady” singen würde und dass er insgeheim davon träumt, sich einmal als Barak zu versuchen.

Mit viel Selbstironie erzählte er, wieso er bei der Fußball-EM zwar die deutsche Nationalhymne singen durfte, selbst aber nie ins Bild gerückt wurde. Und schließlich sprach er auch von der Zusammenarbeit mit seiner Frau Cae, einer Pop-Sängerin, die in ihren Texten christliches Gedankengut vertritt. Hierzu passte sehr gut ein wenig Eigenwerbung, haben die beiden doch gerade zusammen eine Weihnachts-CD mit interessantem Programm veröffentlicht. Hieraus hörte man zum Abschluss des Abends, der mit einem schmissigen Torero-Lied eröffnet wurde, „Es ist ein Ros’” entsprungen. Das bis zum letzten Platz besetzte Insel-Café hatte wieder einmal einen sehr anregenden Abend erlebt.

MK

Bericht über die Mitgliederversammlung vom 29.10.2009

Zur 37. Mitgliederversammlung trafen sich am 29. Oktober 2009 ca. 250 Mitglieder im Mittleren Foyer des Staatstheaters. Nach Begrüßung der Ehrengäste gab der Vorsitzende Dr. Krüger eine kurze Übersicht über das abgelaufene Jahr.
Den weiteren ausführlichen Bericht finden Sie im PDF-Format hier...
Rede des Vorstands zur Mitgliederversammlung hier...

(Bilder: Klenk)

TALK IM CAFE mit dem Ausstattungsleiter des Badischen Staatstheaters Herrn Christian Floeren am 20.10.2009

Am 20.10. 2009 fand im Insel-Café das erste Theatergespräch der neuen Spielzeit vor überfülltem Haus statt. Erfreulich war, dass auch JUNGE MUSENGÄULE in Begleitung den Weg in die INSEL gefunden hatten.

Der erst kurz zuvor von der Wiener Staatsoper zurückgekehrte Floeren berichtete ausführlich am Beispiel seiner Wiener Verpflichtungen die Entstehung einer Konzeption für ein geplantes Bühnenwerk. Die ersten orientierenden Gespräche mit dem Regieteam erfolgen an großen Häusern oft schon Jahre vor der Premiere.

Sehr interessant war zu hören, wie im Kopf des Bühnenbildners langsam die Bühne entsteht, zuerst in Zeichnungen und dann zunächst als Modell gebaut. Dabei sind vielerlei Dinge zu berücksichtigen: die Statik muss unbedingt stimmen, die Sicherheit aller auf der Bühne Tätigen gewährleistet sein, die vorgegebenen Kosten dürfen nicht überschritten werden, für die Bühnentechnik muss das Bühnenbild machbar sein. Die Auf -und Abbauzeiten sind zu beachten, es gilt sich mit der Lichtregie abzustimmen und vieles mehr.

Herr Floeren ging auch auf seinen persönlichen Werdegang und die Voraussetzungen für diesen Beruf ein. Es ist ein künstlerischer Beruf und die erste große Voraussetzung ist die Begabung sowie die uneingeschränkte Begeisterung für das Theater schon in jungen Jahren. Wenn er von jungen interessierten Menschen gefragt wird wie man Bühnenbildner wird, dann fragt er sofort zurück: „Wann warst Du zuletzt freiwillig im Theater? Wenn das länger zurückliegt als eine Woche, dann lass es sein!“ Wer nicht für das Theater brennt, kann kein erfolgreicher Bühnenbildner werden.

Fragen aus dem Publikum betrafen besonders das Verhältnis Regie und Bühnenbild. Die Beteiligung der Theaterfreunde am Gespräch war sehr lebhaft. Herr Floeren fühlt sich auch nach 12 Jahren Tätigkeit in Karlsruhe am Karlsruher Theater sehr wohl und hat durch die großzügige Einstellung des Generalintendanten immer wieder Gelegenheit, nationalen und internationalen Rufen zu folgen, um auch an anderen Theatern eindrucksvolle Bühnenbilder und manchmal auch Kostüme zu entwerfen. Knapp zwei Stunden verrannen wie im Fluge- Das Publikum dankte Christian Floeren mit anhaltendem herzlichen Applaus und der Moderator Dr. Bernd Krüger mit einem Weinpräsent.

B.K.

Kunst- und Theaterreise nach Fulda, Meiningen und Schmalkalden 15. - 17. 10.

Im Morgengrauen des 15. Oktober 2009 traten pünktlich 37 Freundinnen und Freunde des Badischen Staattheaters die Reise über Frankfurt zunächst in die Bischofsstadt Fulda an. Erster Programmpunkt war die Besichtigung der romanischen Kirche St. Lioba unter der sehr sachkundigen Führung einer der beiden letzten Ordensschwestern an diesem historischen Ort. Es folgte bei kühlen Temperaturen aber hellem Sonnenschein die Stadtführung durch Fulda mit Besichtigung des Domes und der St. Michaelkirche. Am Nachmittag ging dann die Fahrt durch schöne Landschaften über die Rhön nach Meiningen.

Der zweite Tag begann mit einer Stadtrundfahrt durch Meiningen mit einem Besuch der Stadtkirche.und einer Führung durch das Schloss Elisabethenburg. Von hier hat ab 1866 Großherzog Georg II die Theaterwelt revolutioniert. Die Entwicklung und Durchführung dieser Veränderungen konnten wir anschließend im angefügten Theatermuseum bewundern. Über 200 originale Bühnenbilder sind aus dieser berühmten Epoche DER MEININGER erhalten.

Am Nachmittag bestand Gelegenheit zur Besichtigung des Meininger Theaters. Wir wurden vom Vorsitzenden des dortigen Freundeskreises und vom Operndirektor errn Dr. Klaus Rak begrüßt. Generalintendant Ansgar Haag war leider verhindert.

Der Höhepunkt der Reise war am Abend eine sehr eindrucksvolle Aufführung der Oper GUGLIELMO TELL von G. Rossini. Wir waren alle in hohem Maße erstaunt und erfreut, wie dieses Theater diese wegen der großen Besetzung selten gespielte Oper mit dem hauseigenem Ensemble auf die Bühne gebracht hat. Allein drei Tenöre und vier Bassisten verlangt die Partitur.

Der dritte Tag führte uns an den Fuß des Thüringer Waldes in die gut erhaltene mittelalterliche Stadt Schmalkalden. Hier wurde unter Führung von Dr. Martin Luther und Philipp Melanchthon der SCHMALKALDISCHE BUND im Jahr 1531 gegründet. Das Stadtbild beeindruckte mit vielen liebevoll restaurierten Fachwerkbauten. Nach tärkung an einer Thüringer Rostbratwurst vom Grill ging es am Nachmittag über Würzburg, Heilbronn zurück nach Karlsruhe.

Um 20:00 Uhr traf die bestgelaunte und sehr zufriedene Reisegesellschaft wieder vor dem Staatstheater ein.

B.K.

Die Gesellschaft der Freunde beim Theaterfest am 19.09.2009

Am 19. September war es wieder soweit. Die theaterlose Zeit wurde mit dem traditionellen Theaterfest rund um das Haus an der Baumeisterstraße beendet. Viele Tausend Theaterfans besuchten bei herrlichem Spätsommerwetter ab 11:00 Uhr bis spät in den Abend die vielen Angebote rund um den Theaterbetrieb.

Auch die Gesellschaft der Theaterfreunde war wieder mit einem großen Stand am Eingang zum Opernhaus präsent.

Diesmal wurden die Besucher nicht nur von einer kompetenten Mannschaft ausgiebig informiert, sondern konnten sich durch eine sehr gelungene Videopräsentation mit den Aktivitäten der Gesellschaft vertraut machen.

Die Beteiligung am Preisausschreiben KNACK DIE NUSS mit der originellen Radiergummi-Erdnuss war sehr groß. Drei Gewinner freuten sich über Gutscheine zum Besuch einer Vorstellung ihrer Wahl. Sie wurden per Post benachrichtigt. Besonders angesprochen wurden die jungen Besucher des Theaterfestes.

Die Standbesatzung freute sich sehr über das große Interesse an der Gesellschaft.

52 Besucher des Festes konnten sich sofort für eine Mitgliedschaft bei uns entscheiden. Das CD-Album SCHÖNE STIMMEN bzw. der JuMus-USB-Stick erleichterten noch zusätzlich die Entscheidung. Liebe neue Mitglieder: Wir heißen Sie herzlich bei uns willkommen und hoffen sehr, dass Sie sich wohlfühlen.

Der Dank des Vorstandes gilt allen, die vorher, während und nachher mitgeholfen haben. (bk)

Herzlich willkommen!

Theater ist für alle - Generationen - da, die Gesellschaft der Freunde auch. Wir freuen uns außerordentlich, dass wir in der Mitgliederanzahl erstmals die 1400er-Marke geknackt haben. Nachdem wir beim Theaterfest schon mit unseren attraktiven Angeboten punkten konnten, ist sie jetzt da: die 1400. Freundin unseres Badischen Staatstheaters. Wir freuen uns mit Elisa Minsch zusammen. Frau Goertz überreicht ihr unter dem Musengaul neben einem bunten Blumenstrauß eine CD, einen JuMus-USB-Stick und die pfiffige Radiergummi-Erdnuss. Wir hoffen sehr, dass sich ihre und unsere Begeisterung für unser Theater auf viele weitere Freunde und Mitglieder weiterträgt und möglichst vielen Menschen viele wundervolle Stunden im Theater schenkt. Herzlich willkommen, Elisa Minsch! Ein herzliches Willkommen an alle neuen Freunde unseres Badischen Staatstheaters.
Schön, dass SIE dabei sind! (dp)

Begeisternder Abend mit dem Opernstudio des Staatstheaters im Schauspielhaus

Am 19.Juni 2009 konnten die Theaterfreunde eine besondere Premiere im Schauspielhaus des Staatstheaters erleben: Sechs junge Sängerinnen und Sänger boten unter der Leitung von Kapellmeister und Studioleiter Ulrich Wagner ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm. Sigrun Maria Bornträger eröffnete den musikalischen Reigen mit der Arie der Rosina „ Una voce“ aus BARBIER VON SEVILLA. Es folgte Gideon Poppe mit der Arie des Basilio „In quegl/anni“ ( FIGAROS HOCHZEIT). Nach den Gesangsnummern stellte Ulrich Wagner in einer Gesprächsrunde die Sängerinnen und Sänger dem Publikum vor. Özgecan Gencer erfreute mit der schönen Arie aus „ Les filles de Cadiz“ und Simon Schnorr sang die Arie des Grafen aus dem selten gespielten WILDSCHÜTZ von Albert Lortzing. Es folgten Daniela Köhler mit der Arie der Agathe aus FREISCHÜTZ „Wie nahte mir der Schlummer“ und Utku Kuzuluk mit der Arie des Fenton „Horch,die Lerche“ (DIE LUSTIGEN WEIBER VON WINDSOR) und die Arie des Herzogs „La donna e mobile„, RIGOLETTO.

Zum Schluß glänzten die jungen Sängerinnen und Sänger mit Ohrwürmern aus der klassischen deutschen Operette „ Lippen schweigen“ ( DIE LUSTIGE WITWE ); „Dein ist mein ganzes Herz“ ( DAS LAND DES LÄCHELNS) und als Finale mit allen Sängern „So endet der kleine Familienbericht“; „ O mein Papa“ (FEUERWERK).

Das begeisterte Publikum dankte den Künstlern mit lang anhaltendem herzlichen Applaus und Dr. Krüger mit einem Weinpräsent.

B.K.

Vorschau auf die Spielzeit 2009/2010

Am 09. Juni 2009 führten die Theaterleitenden die Freunde durch die kommende Spielzeit. Das mittlere Foyer war gut besucht. Wir freuen uns über das Interesse der Theaterfreunde an „ihrem“ Programm.
Schauspieldirektor Knut Weber, Ballettdramaturg Hansjuergen Schwarz, die Dramaturgin des Musiktheaters Annabelle Köhler und Generalintendant Achim Thorwald erläuterten und diskutierten mit den Besuchern den Spielplan für die laufende und die neue Spielzeit.
Besonders gefallen hatten dem Plenum in der vergangenen Saison ARIADNE AUF NAXOS, JOHANNA AUF DEM SCHEITERHAUFEN, TOD IN VENDEDIG und die Ballettproduktion SOMMERNACHTSTRAUM. Auch gaben einige Teilnehmer konstruktive Anregungen, z. B. zum Neujahrskonzert.

Knut Weber stellte das Schauspielprogramm vor unter dem Aspekt der derzeitigen Krise, dem weltlichen Aspekt und des Scheitelpunktes zwischen Vergangenem und der Zukunft. Es handelt sich um eine besondere Zusammenstellung, allein das Projekt, FAUST I und FAUST II an einem Abend zu präsentieren, ist schon eine reizvolle Herausforderung
Hansjürgen Schwarz sieht als Höhepunkt der neuen Spielzeit SCHWANENSEE, verweist aber auch auf die den Kontrast zum 2. Ballettabend SYMPHONIE IN C/ ADAGIO HAMMERKLAVIER.
Annabelle Köhler stellte von FIDELIO zu Beginn bis ROSENKAVALIER am Ende der Spielzeit eine interessante Mischung an Musiktheaterangeboten vor.
Die Operette WIENER BLUT kann aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse nicht ins Repertoire aufgenommen werden. Die Kreativen werden einen gleichwertigen Ersatz rechtzeitig ankündigen.
Alle konnten sich überzeugen: in der nächsten Spielzeit ist für jeden etwas dabei.
Ein herzliches Dankeschön an die Mitwirkenden für diese tolle Veranstaltung.

TALK IM CAFE - zu Gast: Staatsschauspieler Stefan Viering

In der Reihe TALK IM CAFE war am 12. Mai 2009 der beliebte Karlsruher Schauspieler Stefan Viering zu Gast. Nach der Begrüßung durch den Moderator Dr. Bernd Krüger (Gesellschaft der Freunde) wendete sich der Schauspieldirektor Knut Weber an das zahlreich erschienene Publikum. Er schilderte den langen Verlauf einer künstlerischen und menschlichen Freundschaft, die beide seit Tübinger Zeiten verbindet. Stefan Viering kam im Jahre 2002 mit Knut Weber aus Tübingen an das Karlsruher Staatsschauspiel und spielte seither in 32 Produktionen.

Der Bogen spannt sich vom unvergessenen NATHAN in der Spielzeit 2002/2003 bis zur letzten großen Rolle des PHILIPP II im DON KARLOS. Am Beispiel dieser letzten Produktion gab Viering Einblicke in das Rollenverständnis, der Annäherung an die Figur des spanischen Königs und die Bewältigung der anspruchsvollen Texte von Friedrich Schiller. Er ging ausführlich auf die Probenarbeit und den Umgang mit Regisseuren ein.

Im weiteren Verlauf richtet Stefan Viering eine ihn seit langem beschäftigende Frage an das Publikum: Warum nehmen die Karlsruher ihr Schauspiel so unterschiedlich an?

Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion und ein reger Gedankenaustausch zwischen anwesendem Publikum und dem Schauspieler: Zunächst wurde die häufig auftretende Textunverständlichkeit insbesondere bei jüngeren Ensemblemitgliedern moniert. Dies führt Viering auch auf die sehr schlechte Akustik im Schauspielhaus zurück. Im Übrigen würde in der heutigen Schauspielausbildung nicht mehr der große Wert auf Sprachdeutlichkeit gelegt wie in früheren Zeiten.

Publikum und Podium waren sich dennoch einig: ohne Textverständlichkeit kein mitreißendes Schauspiel. Weitere Kritikpunkte waren: modernes Regietheater und vermeintlich übertriebener Aktionismus auf der Bühne.

Aber die positiven Eindrücke unseres Schauspiels überwiegen bei weitem. Auch andere Tatsachen kommen zum Tragen. So berichtete eine häufige Besucherin, dass die Karlsruher zum Beispiel sonntags nicht ins Theater gingen.

Die Vielfältigkeit des künstlerischen Schaffens von Stefan Viering ist beachtlich. So hat er mindestens in 40 Schauspielproduktionen an den unterschiedlichsten Bühnen Regie geführt. Zwischen 1982 und 1990 war er mit eigenen Kabarettprogrammen in Deutschland auf Tournee, hat Drehbücher geschrieben. Seit 1994 ist er in vielen Fernsehproduktionen und Fernsehserien zu sehen. Auch heute unterbrechen immer wieder Fernseh- und Funkaufgaben die Arbeit am Karlsruher Schauspiel.

Wir freuen uns auf kommende, vom Schauspieldirektor angekündigte, Aufgaben für den von Vitalität sprühenden Staatsschauspieler Stefan Viering.

Das Publikum dankte mit herzlichem Applaus für zwei kurzweilige Stunden.

B.K.

Die Karlsruher Theaterfreunde in Prag 27.03. bis 31.03. 2009

Erwartungsfroh versammelten sich am frühen Morgen des 27. März 50 Freunde des Karlsruher Theaters. Wir wollten in dem komfortablen Bus der Firma HIRSCH-REISEN unsere Reise in die Goldene Stadt anzutreten.
Unsere Reiseleiterin empfing uns im traditionsreichen Badeort Marienbad zu einem informativen und erlebnisreichen Stadtrundgang. Mit ihrer sachkundigen Führung erwanderten wir in den nächsten Tagen die großen Schätze der Stadt: die Prager Burg mit Hradschin, Veitsdom, romanische Basilika, Goldenes Gässchen, Burg Wyschehrad und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Natürlich darf bei echten Theaterfreunden auch das Theater nicht fehlen! Wir besuchten die Staatsoper und erlebten Verdis NABUCCO und zwei Tage später die MISSA SOLEMNIS von Ludwig van Beethoven im Rudolfinum.
Ein Ausflug in die unmittelbare Umgebung der Stadt führte uns zum Lobkowitz-Palast mit wertvollsten Kunstwerken aus der Privatsammlung dieser Adelsfamilie.
Auf der Heimreise am fünften Tag lernten wir Karlsbad mit seinen warmen Heilquellen und den leckeren Obladen kennen.
Voller Eindrücke erreichten wir am Abend des 31.März wieder wohlbehalten unseren Ausgangspunkt in der Baumeisterstraße.
B.K.

Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters Karlsruhe e.V. übergibt Defibrillatoren an das Badische Staatstheater

„Das Wohl des Publikums liegt uns am Herzen!“ Mit diesen Worten übergab Dr. Bernd Krüger, Vorsitzender der Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters e.V., an das Badische Staatstheater zwei Defibrillatoren. Über diese Spende freuten sich der Geschäftsführende Direktor Michael Obermeier und Generalintendant Achim Thorwald, der bei der Übergabe am Montag hervorhob, „dass wir jetzt ein Gerät haben, von dem wir hoffen, dass wir es nicht brauchen. Wir sind ausgesprochen dankbar über diese Spende, weil es dem Publikum und allem im Haus ein Gefühl der Sicherheit gibt.“ Von den Wiederbelebungsgeräten im Gesamtwert von 4000 € wird für das Publikum ein Gerät im unteren Foyer des Opernhauses, in der Nähe von Eingang A, angebracht. Für die Mitarbeiter des Hauses wird der zweite Defibrillator am Bühneneingang montiert. Bei den beiden Defibrillatoren handelt es sich um Laiengeräte, die von einem geschulten Kreis von Mitarbeitern des Hauses im Notfall bedient werden können. Bei der Übergabe wurde auch eine zweite Neuerung bekannt: So spendet die Gesellschaft der Freunde des Badischen Staatstheaters für den Theaterarztdienst zusätzlich zwei Handys, mit denen ein Rufdienst eingerichtet wird. Im Fall der Fälle ist es so möglich, über Vibrationsalarm den Theaterarzt im Theater leichter und schneller ausfindig zu machen.

Insel-Talk mit Edith Haller am 27. Januar 2009

Kaum konnte das kleine Theatercafé die zahlreich erschienenen Freundinnen und Freunde des Badischen Staatstheaters fassen, die ihren Dank und ihre Bewunderung für den jugendlich dramatischen Sopran des Hauses zeigen wollten. Vor Beginn des Gesprächs mit dem Vorsitzenden unseres Verbandes, Dr. Bernd Krüger, war Edith Haller als Sieglinde (Der Männer Sippe saß hier im Saal) mit ihrer strahlend vollen und warmen Stimme zu hören. Mit farbigen Worten, oft unterbrochen von heiterem Lachen, beschrieb sie den Weg vom Elternhaus in Meran, mit zahlreichen Geschwistern aufwachsend, ins MOZARTEUM nach Salzburg und von dort über zahlreiche Engagements in kleineren Rollen an das Theater St. Gallen und bis heute nach Karlsruhe. Ob als eine der drei Damen in der ZAUBERFLÖTE bei den Salzburger Festspielen, ob als Gutrune, Freia oder dritte Norn in Bayreuth, ob als Eva in den MEISTERSINGERN in Hamburg oder demnächst als Elsa in Covent Garden, der unaufhaltsame Aufstieg in die Reihen der großen dramatischen Sängerinnen des deutschen Fachs scheint vorgezeichnet.

Lang anhaltender Beifall dankte der Künstlerin für das unverstellte und episodenreiche Gespräch über Werdegang und beruflichen Alltag einer herausragenden Gesangssolistin. (hjb)